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KINDER- UND FAMILIENPROGRAMM

 

Die Prinzessin auf der Erbse

Kinder- und Familienprogramm, • Märchen von H. C. Andersen

Figurenentwurf und -bau

Matthias Kuchta

Plakatgrafik

Barbara Wagner

Das Märchen und das Puppenspiel

»Es war einmal ein Prinz, der wollte eine Prinzessin heiraten, aber es sollte eine wirkliche Prinzessin sein. Nun reiste er die ganze Welt umher, um eine solche zu finden, aber überall stand etwas im Wege. Prinzessinnen waren schon genug da, aber ob es wirkliche Prinzessinnen waren, dahinter konnte er nicht kommen, immer war etwas da, was nicht stimmte.«

D

as Puppenspiel folgt dem Märchen des dänischen Poeten H. C. Andersen, setzt aber in der Inszenierung, in der Ausgestaltung der Figuren, in dem Ausspielen der Szenen eigene interpretierende Akzente. Der Konflikt von Schein und Sein, der den Kern des Märchens bildet, wird bildhaft deutlich von den Puppen vorgelebt – bis zuletzt das Prinzeßchen, das mit ihrer ärmlichen Ersheinung und ihrer lebensfrohen unbekümmerten Art so gar nicht zur eleganten Aufgeblasenheit, Griesgrämigkeit und Enge des Hofstaates paßt, nach bestandener Prüfung mit der einen Erbse unter den zwanzig Matratzen, Decken und Kissen, Ihren Prinzen heiraten darf.

Das Spiel

Gespielt wird mit weichen, kindergroßen Stoffpuppen. Die Puppen werden auf dem Fußboden vor, manchmal zwischen den Kindern geführt.. Der Spieler ist immer sichtbar, wird aber sehr schnell von den Kindern nicht mehr wahrgenommen. Alle Figuren werden von einem Spieler geführt. Zudem ist der Spieler Hofdiener, und Märchenerzähler. Das Publikum sitzt im Halbkreis um die Spielfläche, auf der einfach ein großes, weiches, lebendiges »Bilderbuch aufgeblättert wird«.

»… und die Erbse kam auf die Kunstkammer, wo sie noch zu sehen ist, wenn sie niemand genommen hat. Seht, das war eine wirkliche Geschichte.«